Saturday, 9. october 2010 6 09 /10 /Okt. /2010 20:08

Die Marke DFL macht Spaß, oder?

 

Die neu Bundesligasaison hat begonnen. Anpfiff in den prall gefüllten Stadien, die modernisiert und mit angepassten Preisen wiedre zu Derbys einladen.

 

Also alles viel besser als in der letzten Spielzeit, oder wie? Schließlich spricht sogar die DFL von einer Liga für die Fans. Da kann Mann sich doch nur freuen, oder?

 

Man kann auch kritisch sein, wie z.B. in Bremen. Das frisch renovierte Stadion ist fast fertig. Die Stahlwerke Wurst haben im Weser Kurier den Fans bereits eine erfolgreiche Spielzeit gewünscht, wobei diese vom neuen Hexenkessel begeistert sind. Dabei wird schnell vergessen, was Allofs, Fischer und -damals noch- Born mit den wurstigen Stahlverkäufern geplant hatten. Ein dritter Rang, ca. 50000 Zuschaurerplätze und alles was eine moderne Salatschüssel so braucht waren skizziert und sogar schon in den Kommunalparlamenten asudiskutiert. Dann explodierten die Stahlpreise. Die Herren mit Krawatte wurden nervös, weil auf einmal die Kommunen mit Beschwerden nervten.

 

Das Ergebnis ist, bekannt wie sichtbar, ein UFO mit Flutlichtmasten und einer ökologischen Photovoltaikanlage. Inzwischen redet lieber Herr Filbry über die Vorzüge des neuen Stadions und Herr Allofs konzentriert sich darauf, die Wettbewerbsfähigkeit der Fußballmanschaft sicher zu stellen. Aber wer trägt eigentlich die Kosten der Renovierung?

 

Fans des Westens zahlen für das UFO-Erlebnis beispielsweise 100€ mehr pro Saison. Natürlich zahlen auch die Fans in den Logen oder Nord- und Südgeraden mehr. Insbesondere auch die neuen Logen im Westen erzielen Profit. Wer mit den neuen Preisen nicht klar kommt, wird durch jemanden aus der endlos langen Warteliste ersetzt. Eine Dauerkarte im neuen Stadion ist halt sehr begehrt und außerdem würden so kaufkräftige Zuschauer die Ränge füllen, erklärt die Geschäftsführung von Werder.

 

Die Preisgestaltung wird mit einer Anpassung an den Standard der Liga gerechtfertigt. Das Schicksal von Fußballfans, die sich eine Dauerkarte nicht mehr leisten können oder auf günstige Freundschaftsspiele warten müssen, weil internationale Spiele für einen Familienvater nicht mehr zu bezahlen sind, ist nicht mehr länger eine regionale Entwicklung. Sie ist vielmehr von der DFL gefordert und von den Clubs der 1. Liga voran getrieben worden. Der grundsätzliche Irrglaube ist, dass moderner Fußball mit Fernsehgeldern attraktiv wird und nicht durch eine intakte Fankultur. 

 

Wer Fußball erleben will, sollte den Fernseher ausschalten und eine Fankultur aufbauen.

von Björn
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Tuesday, 28. september 2010 2 28 /09 /Sept. /2010 21:28

Am Morgen sahle ich per Kreditkarte. Das ist einfach und ausgeschlafen bin ich auch. Frühstuck gibt`s bei MC Donalds und dann stürze ich mich in den Technikdchungel von Tokio. Nintendo und Sony wissen mit den neusten Spielkram zu beeindrucken. Hier werden die aktuellsten Produkte etwa sechs Monate eher veröffentlicht als anderswo auf unserem Planeten. Gegen 20:00 bekomme ich Lust auf Alkohol und genehmige mir einige Spezialitäten der Region. Um 22:00 fällt mir jedoch auf, dass ich noch nix gegessen habe und genehmige mir einen Kugelfisch beim DriveIn von einem Laden, dessen Label ich noch nicht kenne. Die Nacht verbringe ich leider wieder alleine in einer Schublade, die zwar etwas kleiner ist und auch 100€ kostet, aber zumindest herrlich blinkende Kugelfische als Deko zu bieten hat.

 

Am Morgen fühle ich mich schrecklich verkatert, aber die Schublade bietet sogar Asperin, weshalb mich das nicht weiter stört. Frühstück hol ich mir heute bei Starbucks. Dort gibt`s schließlich den besten Latte Machiato, das weiß auch meine Oma. Es wird wieder dunkel und ich möchte jetzt eirklich Frauen kennen lernen. Leider können die meisten nur japanisch und selbst mit ein paar Fetzen Italienisch lässt sich keine Dame beeindrucken. Frustriert und übermüdet suche ich mir ein echtes Hotel für 200€ pro Nacht. Das Bett ist gemütlich und es gibt sogar italienische Softpornos.

 

Morgen. Polizei. Festnahme. Sie sagen mein Konto wäre mit 500€ überzogen. Außerdem trage ich ein T-Shirt, dass sie an Mao erinnern würde.       

von Björn - veröffentlicht in: Kurzgeschichten
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Monday, 27. september 2010 1 27 /09 /Sept. /2010 18:34

Tokio. 2012. Mein Name ist Lou. Ich möchte die Stadt Tokio erkunden und entdecken, weil sie für mich das kulturelle Zentrum Asiens ist. Tokio ist für Asien so etwas wie New York für Nord Amerika oder Paris für Europa. Denke ich zumindest als Europäer. Ich habe nicht viel Geld, aber das stört mich nicht. Ryanair bietet schließlich Flüge an, mit denen ich Tokio presiwerter erreichen kann als Städte wie Madrid oder Rom mit dem Zug. Außerdem ist Tokio so wie so viel interessanter. Das war zumindest das Ergebnis des Städtevergleichs per Google Streetview.

 

Ich habe also meine Sachen gepackt und sogar 500€ gespart. Das reicht auf jeden Fall für eine Woche Tokio, sagte mir der Preisvergleich mittels Bing. Und "Bing!" ertönt es in der Magnetschwebebahn. Ich habe meinen Abflugterminal erreicht. Eine lieblich, süße, aber doch direkte Frauenstimme weißt mich auf mindestens fünf Sprachen darauf hin, dass nun eine Lücke zwischen Schwebebahn und Bahnsteig zu beachten sei. "Please! Mind the gap!"

 

Im Flugzeug bestelle ich mir Tomatensaft, weil der sehr gut schmeckt und weil das Wasser mehr kostet. Als das Flugzeug etwa über Peking ist, merke ich, dass ich vielleicht doch besser inklusive Toilettengebühr gebucht hätte. Weil ich dies aber nicht getan habe, entferne ich mich so unauffällig wie möglich von meinem Stehplatz und gehe in die "Geizhalzecke". Das steht wirklich in vielen Farben Farben und auf noch mehr Sprachen in einer Ecke an den Wänden. Ich greife zu den von Ryanair zur Verfügung gestellten Plastiktüten und fülle eine mit meinem Urin. Ein praktisches Gerät in der Ecke ermöglicht den direkten Abwurf des Beutels. Aber vorher natürlich sicher verschließen. Sonst muss man nachträglich zahlen.

 

In Tokio angekommen bin ich zunächst ernüchtert. Ich spreche vier Sprachen fließend, darunter sogar holländisch, und fühle mich doch wie in einer anderen Welt. Überall komische Schriftzeichen. Aber alle Japaner sind wirklich nett. Blinkende Lichter weisen mich zielsicher zu einem Motel. Umgerechnet 50€ werden pro Nacht verlangt. Das ist OK, finde ich und störe mich auch nicht daran, dass ich in einer Schublade schlafe, die mir in etwa so viel Platz bietet wie einem Teenager sein Hochbett. Das sei asiatische Norm, sagte man mir bei der Reiseberatung.       

von Björn - veröffentlicht in: Kurzgeschichten
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Sunday, 19. september 2010 7 19 /09 /Sept. /2010 15:51

Im folgenden werde ich versuchen, aus einer oberflächlichen Analyse ("Die autoritäre Demokratie") eine Diagnose der gesellschaftlichen Verhältnisse zu machen. Dieser Schritt ist jedoch, ähnlich wie Wachstumsprognosen für eine Volkswirtschaft, sehr realitätsfern und muss deshalb immer mit einer erhöten kritischen Distanz betrachtet werden.

 

Viele Epochen werden, geographisch betrachtet, von einer Region bestimmt. Bis zur französischen Revolution wird die europäische Geschichte von Europa bestimmt (antikes Griechenland, römisches Reich, Fürstentümer unter monarchischer Herrschaft).Weil die inspirierende Kraft der Unabhängigkeitskriege in Nordamerika in Europa mit Napoleon einen Tyrannen hervor brachte, verlor Europa seine Autonomie. Mit den napoleonischen Kriegen wurden die USA zur dominaten Macht für Europa. Der Großenwahn von Wilhelm und Adolf und den germanischen Schergen vermochten zum Glück nicht, dies zu ändern. Mit der Restauration Europas ab 1945, die in Ost und West geteilt war, wurde die Welt unter zwei dominante Mächte aufgeteilt. 

 

Ähnlich wie 1945 entstand auch 1991 durch die Impulsion der UdSSR ein Machtvakuum. Zunächst erfüllte das Internet und die sogenannte "New Economy"-Blase den Wachstumsbedarf der Ökonomie. Mit dem 11. September wurde diese Blase jedoch zum Platzen gebracht, wodurch weltweit ein Motor für Luxus und Dekadenz entfiel. Bis Heute stellen menschenverachtende Kriege einen offenbar unverzichtbaren Motor für das Ziel des Wohlstands dar. Warum immer noch argumentiert wird, es sei eine Frage von Pflichten gegenüber Bündnispartnern, ob man Morde begeht oder nicht, kann ich bei besten Willen nicht beantworten.

 

Aber bei den Weltweit vertuschten Kriegen gibt es doch eine Hoffnung, so naiv sie auch sein mag. Ich kann mich für keine Religion begeistern, aber der Islam kann eine bezaubernde Kraft entwickeln. Wenn einige fundamentaistischen Strömungen ihre Waffen mit Hilfe der Nasa auf den Mond schießen, kann die Welt endlich feiern, wie es am besten ist. OHNE Waffen.

 

 

 

 

 

von Björn - veröffentlicht in: Politik International - Community: Blogs für Frieden
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Wednesday, 8. september 2010 3 08 /09 /Sept. /2010 19:19

Neben der parademokratistchen parlamentarischen Demokratie erlebt eine Gesellschaftsordnung seit dem Mauerfall eine beängstigende Renaissaince, die autoritäre Herrschaft des Volkes über sich selbst.

 

Um dieses Konzept zu erörtern, hilft ein historischer Rückblick auf die deutsche Geschichte. Im Jahr 1933 erfolgt die Machtübergabe an Adolf aus Braunau mit der Unterstützung vom besitzenden Bürgertum (welches Reichspräsident zu Hindenburg maßgeblich unter Druck gesetzt  hatte) und der evangelischen Landbevölkerung ( welche Adolf die, für einen böhmischen Gefreiten, überraschende Zustimmung verlieh und in der Weimaer Republik nie den signifikaten Wert von 50% überschritt.)

 

Die fatale Hoffnung, welche damals in den Hardliner gesetzt wurde, war, dass er mit seiner Autorität die Weimaer Republik retten würde, indem er zum einen die Profitgier junger Kapitalisten zu stillen vermag und, zum anderen, die erhitzen Untertanen zur Vernunft bränge. Erstere Anforderung an den Diktator Adolf erfüllte dieser mit Bravour und bescherte dem Deutschen Reich bis einschließlich 1942 atenberaubende Wachtumsraten. Letztere und für eine intakte Gesellschaftsordnung entscheidende Vorrausetzung an einen Mann der Macht, vernachlässigte dieser. Die erbärmlichen   Sicherungssystem der jungen Republik vermochten dies nicht zu verhindern. Die Folgen hat bis 1991 die ganze Welt zu ertragen.

 

Ähnlich naive Träume von einer Dauerhaft konservierbaren Elite findet der offene Mensch heute in einem globalen Ausmaß. Russland und China pflegen es immer noch, opposotionelle Meinungen gewaltätig weg zu sperren, während Indien und die USA sich zunehmend von religiösen Fanatismen zu lösen scheinen. (Im Fallle der USA sei an dieser Stelle insbesondere der konsequente Umgang mit christlichen Fundamentalisten hervor zu heben.)

 

Der Ursprung dieser neuen Dimension der imperialistischen Kriegstreiberei kann in der Impulsion der letzten Ilusion der Menschheit zu finden sein. Der Kommunismus wurde in den späten 80ern zu einem Opfer seiner eigenen Trägheit und hinterlässt ein Vakuum der Macht, dass hoffentlich nicht die autoritäre Demokratie schließen wird.


 

Diese Argumetationskette ist verkürzt und daher für jegliches Zitieren ungeeignet.

 

 

 

 

 

 

von Björn - veröffentlicht in: Politik International
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Lies!

Lesen kann nicht jeder Mensch und

schreiben können immer weniger Weltmitbürger.

Also habt Spaß beim Lesen, es ist,

globa betrachtet,

ein Privileg.

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